DER JOURNALIST

zensur-grund-gesetz

Heute möchten wir ein Post machen der ganz und gar einem unserer Leser, und mittlerweile Freund, gewidmet ist. Als wir anfingen mit diesem Blog haben wir ein großes Tam Tam via Email und Telefonisch veranstaltet, um natürlich nicht nur Scientologen, sondern auch ganz besonders viele Nicht-Scientologen auf unsere Seite aufmerksam zu machen. Darunter befand sich auch ein Journalist und Mitarbeiter einer renommierten deutschen Zeitung.

Seit unserem ersten Kontakt mit ihm sind wir mittlerweile gute Freunde geworden, und Einige aus unserer deutschen Abteilung  haben ihn sogar persönlich kennengelernt, worauf er selbst sehr viel Wert gelegt hat.

Er hat uns kürzlich eine Email gesendet, um uns ein wenig von seinem Eindruck den er über uns, die Situation, wie er sie selbst nennt, zu erzählen. Diese Email möchten wir gerne heute vollständig publizieren. Die Namen und die Ortschaften in seiner Email haben wir entfernt und sie mit xxxxxx ersetzt.

_____________________________________________________

Hallo meine Lieben, ich hoffe sehr, dass es Euch gut geht. Denn das es einem gut geht, ist wohl das Wichtigste was einem Menschen wiederfahren sollte.

Erst mal möchte ich Euch danken für Eure Offenheit der ich, muss ich zugeben, am Anfang nicht wirklich getraut habe, aber mittlerweile, und nach vielem Email-TelefonVerkehr und unserem Treffen, wirklich zu 100% beseitigt wurde.

Ist es denn ein Wunder, das ich Euch nicht ganz getraut habe? Sogar als ich xxxxxx und xxxxx getroffen hatte, dachte ich „ Die haben bestimmt ein Mikrofon, oder ein Abhörgerät dabei“. Jetzt schäme ich mich schon fast für diese Gedanken.

Aber Eure Ehrlichkeit und Eure ständige Informationsflut hat dem Misstrauen gar keine Chance gelassen. Ihr habt nie gezögert mir Fragen zu beantworten, die ich an Euch hatte. Und dies, wie Ihr von mir wisst, ist bei Scientologen wirklich nicht oft der Fall. Ich habe die Scientologen mit denen ich vor Euch zu tun hatte, anders in Erinnerung. Von Wahrheit war da nie viel zu spüren. Aber umso mehr spürte ich den Drang, seitens der Scientologen, mir mit aller Kraft beweisen zu wollen, das Scientology eine gute Sache sei, und die Scientologen in Deutschland Opfer von Diskriminierung und unrecht seitens der Regierung und seitens einiger anderer Institutionen seien. Das waren wahrhaftig der Drang und der Druck den man hinter den Gesprächen fühlen konnte.

Bei den ersten Gesprächen am Telefon mit xxxxx hatte ich aber dieses Gefühl nicht, der Drang mir etwas beweisen zu wollen war gänzlich abseits unseres Gespräches. Dies lies mich, da bin ich ehrlich, sehr sehr neugierig werden. Ich dachte in mir „Vielleicht kann ich eine wenig mehr über das wahre Innenleben der Organisationen, (naja ich dachte Sekte), herausfinden.

Bei den weiteren Gesprächen mit Euch aber sagte ich oft zu mir „ Gott…… die sind von dieser Religion wirklich überzeugt.“ Ich merkte jedes Mal mehr, wie sehr es Euch wichtig war, das ich den Unterschied zwischen der “Kirche“ und den freien Scientologen komplett verstehe. Und ich sage Euch, ich habe ihn wirklich verstanden.

Wenn ich mir das alles so anschaue, wirkt die Kirche, ich nenne sie jetzt mal einfach so, sehr sehr weltfremd. Eine Organisation, wo den Mitgliedern eingebläut wird, das in der Organisation alle Übermenschen sind, und außerhalb der Mauern alles blinde Hühner herumlaufen, die ständig Fehler machen, krank werden, seltsame Dinge tun, Nichts wirklich auf die Beine stellen usw.

Dank Euch habe ich zum ersten Mal mitbekommen, was wirklich hinter diesen Mauern passiert. Ich habe mitbekommen, wie feinfühlig doch, und am Rande der Legalität, mit Menschen umgegangen wird. Besonders mit Leuten wie Ihr. Ich durfte zum ersten Mal mitbekommen, was die Kirche verheimlicht und was sie als Lügen dahinstellt. Dank Eurer Dokumentationen habe ich mitbekommen, wie Ex-Mitglieder, die nicht mehr mit diesem System übereinstimmen, auf “Rat“ der Kirche, von anderen Scientologen, schlecht behandelt werden, gekündigt werden, oder die Verbindung mit ihnen abgeschnitten wird.

 Ich habe erfahren können, auch anhand einiger Betroffenen, wie hinter diesem ganzen Treiben eine “Kirche steckt“, die heimlich aber sicher, im Hintergrund jedes Mitglieds die Fäden hält und das Mitglied kontrolliert. Ich habe gelernt, wie Freiheit gepredigt wird, aber totale Kontrolle  ausgeübt wird.

Ich habe versucht in diesem Ganzen sehr unparteiisch zu sein, doch muss ich sagen, es ist fast unmöglich anhand dieser vielen versteckten Machenschaften, die von dieser Organisation ausgehen. Wobei die Organisation sich aber benimmt wie im  Psalm 26, 6. oder besser in diesem Fall wie Pilatus „ICH WASCHE MEINE HÄNDE IN UNSCHULD“.

Durch Euer Bemühen habe ich ein anderes Bild von L. Ron Hubbard bekommen. Es war nicht dasselbe Bild, was die Kirche über diesen Mann verbreitet. Dieser Figur bekam auf einmal ein menschliches Gesicht, ein Mensch wie du und ich, mit Fehlern und anderen Menschlichkeiten, der anhand seiner Forschung und mit Hilfe anderer Philosophen und Forscher und Wissenschaftlern eine für ihn und andere funktionierende Technologie entwickelt hat.

Beeindruckt hat mich sehr der Anruf von xxxxx , dessen Arbeitsplatz gekündigt wurde, weil xxxx nicht mehr Scientologe sein wollte. Da habe ich verstanden, dass die Organisation eine Feinde produzierende Fabrik ist.

Wir haben in Deutschland in den ganzen Jahren gelernt, das Demokratie eines der wichtigsten Kriterien ist, um zu existieren, und natürlich kann man daran auch viel verbessern. Aber was die meißten von uns “Wogs“ wissen ist, faschistische manipulative Systeme haben bei uns keinen Platzt mehr.

xxxx sagte mir bei einem unserer Treffen in xxxxx, „Scientology ist nicht die Scientology Kirche“ und ich weiß nicht, ob ich zu 100 % damit übereinstimmen kann. Aber eines weiß ich gewiss, ich habe so viel Offenheit, was die Situation in der Organisation betrifft, wie ich sie von Euch gehört habe, noch nie gehört oder gar gelesen. Das Einzige was man von den verschiedenen Scientology Pressesprechern weltweit lesen kann ist, das alles, aber auch alles, was Aussteiger erzählen einfach nur gelogen ist. Und das ist etwas, was Ihr nie getan habt. Auf jegliche Fragen die ich Euch gestellt habe, habt Ihr eine Antwort gehabt, und war sie noch so kniffelig für Euch. Die  Sätze, die ich von xxxxx gesagt bekommen habe, haben mich schwer beeindruckt, wahrscheinlich weil ich sie zum ersten Mal von einem Scientologen gehört habe. „ Ja, wir haben eine Menge Fehler mitgemacht, und auch selbst gemacht, diese Dinge hätten nicht passieren dürfen, sie waren unrecht. Aber damit ist jetzt Schluss. Die Menschen haben ein Recht zu erfahren, dass vieles falsch läuft in unserer Religion. Wir waren blind, wir sind es nicht mehr. Wir von der Independent Szene wollen mit den Machenschaften der Kirche nichts mehr zu tun haben. Das echte Scientology ist für jeden da der es haben möchte und mehr darüber wissen möchte. Das was die Kirche da tut hat nichts mehr, aber auch rein Garnichts mehr, mit der ursprünglichen Ideologie zu tun.“

Danke xxxx, für diese Worte, sie zeigen mir ES GIBT NOCH HOFFNUNG.

Ich habe in Euch ein paar gute Freunde getroffen, die mir gezeigt haben, das die Leichtigkeit des Seins in der Wahrheit der Dinge liegt, und nirgendwo anders.

Ich danke Euch und freue mich auch weiterhin mit Euch in Kontakt zu sein.

Herzliche grüße xxxxxx

_______________________________________________________

Wenn Sie Fragen haben bezüglich Zwangs – Trennung, oder wenn Sie als Aussteiger in einer Scientologen Firma arbeiten und deswegen gekündigt werden, oder schikaniert und diskriminiert werden, oder Sie in der Öffentlichkeit verunglimpft werden seitens der Scientology-Kirche, dann schreiben Sie uns bitte, denn unser Anwalt, mit dem wir eng zusammen arbeiten, wird Ihnen Ihre Fragen fachgerecht beantworten und Ihnen raten, was Sie diesbezüglich tun können.

Advertisements

11 Antworten zu “DER JOURNALIST

  1. Wieso eigentlich mit anderen gut auskommen???? Die Scientology Pressesprecher brauchen keine anderen……..sie machen alles UNTEREINANDER.
    Da verzeiht man sich auch mal so eine “kleine“ Lüge am Rande. Wenn Roboter unter sich sind, ist die Welt doch in Ordnung!

  2. Das was die Weber der Busch und die anderen, aus Miscaviges Puppentheater, in 30 Jahren nicht geschafft haben, schafft ihr in einem Jahr. Das Zauberwort heißt Wahrheit und nicht Lüge, liebe Kirche!!!
    Aber das ist ein wohl in der Kirche eher ein Schimpfwort und kein Zauberwort!!!

  3. Klasse, dieser Artikel. Danke

  4. Noch ein Ex-Staff.d

    „ICH WASCHE MEINE HÄNDE IN UNSCHULD“.

    Das ist die Masche der Kirche, andere vorschicken und selbst im Hintergrund bleiben. Im Fachjargon auch 1.1 genannt!!!!
    Vielen Dank Journalist

  5. step by step maus

    Also ,ich hatte echt Tränen in den Augen , das endlich die Wahrheit an Tageslicht kommt und uns geglaubt wird .Ich bin stolz ein Indie zu sein !!!!!!

  6. Als ich noch Mitglied und ziemlich neu war warf ich Kritikern immer vor das sie nicht wirklich schauen und war selbst völlig blind ohne es zu merken. Man hat mich in Versuchung geführt, mit Unsterblichkeit und endlosem Glück und dann in die Falle gelockt von der jeder der drin saß glaubte sie sei die Freiheit. Wenn aber Lügen so geschickt ummäntelt und Fragen so geschickt nicht beantwortet und hier und da ein Korn Wahrheit in verdrehter Form hineingemischt wird während man sich wirklich auf der Suche befindet, kann es passieren das man hineintappt. So genial wie der menschliche Verstand ist, so leicht ist er auch zu täuschen.

  7. Das ist ja mal ein echter Leckerbissen ! Nicht zuletzt auch, weil er zeigt, daß die Indi-Scientologen mit Offenheit und Ehrlichkeit mehr erreicht haben als zahllose gründlich gedrillte OSA-Pressesprecher (bzw. Lügenbarone). Das ist übrigens auch meine Erfahrung ; ich konnte Menschen recht einfach erklären, was Scientogy ist. Einfach, weil ich mich ohne Anstrengung an die Wahrheit gehalten habe, und ihnen keine bestimmte Sichtweise aufzwingen wollte.

    Der Journalist : „Ich habe die Scientologen mit denen ich vor Euch zu tun hatte, anders in Erinnerung. Von Wahrheit war da nie viel zu spüren. Aber umso mehr spürte ich den Drang, seitens der Scientologen, mir mit aller Kraft beweisen zu wollen, das Scientology eine gute Sache sei, und die Scientologen in Deutschland Opfer von Diskriminierung und Unrecht seitens der Regierung und seitens einiger anderer Institutionen seien. Das waren wahrhaftig der Drang und der Druck den man hinter den Gesprächen fühlen konnte.“

    Natürlich sind Journalisten, Politiker und andere „Wogs“ nicht alle abgrundtief blöd. Im Gegenteil, da gibt es durchaus Leute mit hoher Bildung, edlem Charakter, scharfem Blick und weitem Horizont – Eigenschaften, die man nicht automatisch dadurch erhält, daß man in der Scn-Kirche „hip hip hurra“ brüllt. Aber so viele Churchies ( und allen voran die OSA-Typen ) fühlen sich soooo überlegen, daß sie gar nicht merken, wie sie sich als unaufrichtige, engstirnige und gehorsam-abhängige Sektierer präsentieren.

    Manche Tiere sind sehr gefährlich. Welches ist die gefährlichste Gans ?

    Die Arroganz. Und von der sind schon viele Churchies gebissen worden.

    • Arroganz? Die Kirche ist der Erfinder davon. Und wenn man sich in den Deutschen Scientology Zentralen so umschaut, gibt es eigentlich keinen Grund Arrogant zu sein. Verarmte Publics, unausgebildete Staffs, keine oder wenig Auditoren, leere Gebäude usw usw! Da kann man nur sagen VIEL SPAß BEIM SUHLEN IM EIGENEN SAFT…….

      • Pegasus,
        Du hast ja Recht … aber gerade diese Misere kann man ja auch zum Anlaß nehmen, arrogant zu sein (als Schutzschild vor der „grausamen“ Wirkichkeit).

        Es gibt genug LRH-Zitate, die man mißbrauchen kann, um das eigene Eilitebewußtsein zu stärken. („Wir haben die Technologie“, „wir sind die einzige Hoffnung im Universum“, und viele mehr.) Dazu noch die Sprüche von den Events und aus der schriftlichen Propaganda.

        Diese Form der Realitätsverweigerung findet man immer wieder auch in der Geschichte. Siehe Honecker, der einfach weiter machte wie bisher (trotz Gorbatschows Mahnung „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“). Siehe die Nazis, die noch in den letzten Kriegstagen Männer hinrichten ließen, die sich der Wehrmacht und dem „Endsieg“ nicht länger zur Verfügung stellen wollten. Und dann war die Show trotzdem vorbei. Genau so wird’s irgend wann mit der ‚Church‘ kommen, und dann werden alle Mitglieder sehr dumm aus der Wäsche schauen.

    • „da gibt es durchaus Leute mit hoher Bildung, edlem Charakter, scharfem Blick und weitem Horizont – Eigenschaften, die man nicht automatisch dadurch erhält, daß man in der Scn-Kirche “hip hip hurra” brüllt.“
      Oh mann, Du killst mich.
      😀

  8. Was sagt mir das? Das die Kirche mit ALL DEN LÜGEN, NIE weit kommen wird…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s